The Origins of Women’s Labour and Social Rights in Advanced Capitalist Economies

Projektleiter/innen Dr. Keonhi Son MZES-gefördert 2025 – 2030

Forschungsfrage/Ziel:

Das zentrale Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines theoretischen Rahmens für die Entstehung der sozialen Bürgerrechte von Frauen. SheCitizen schlägt eine systematische Untersuchung der politischen Konsequenzen weiblicher Parlamentarierinnen anhand ihrer Agenda vor. Die Forschung umfasst 18 fortgeschrittene kapitalistische Länder von 1883 bis 1980. Empirisch verwendet das Projekt zwei sich ergänzende Ansätze: eine systematische vergleichende Analyse und eingehende Fallstudien. Zunächst werden in jährlichen Länder-Jahres-Analysen die Zusammenhänge zwischen der Vertretung von Frauen im Parlament und den sozialen Bürgerrechten von Frauen untersucht, wobei auf eine neu erstellte historische Datenbank zurückgegriffen wird, die Zivilgesetzbücher, Verfassungen, Arbeitsvorschriften und Sozialgesetzgebung umfasst. Die Analyse untersucht, ob weibliche Parlamentarierinnen direkt oder indirekt – über politische Parteien – mit Veränderungen in den politischen Ergebnissen in Verbindung standen. Zweitens werden in eingehenden Studien zum parlamentarischen Diskurs die politischen Standpunkte von weiblichen Abgeordneten und Parteien ermittelt und bewertet, ob weibliche Abgeordnete den Diskurs innerhalb oder zwischen den Parteien verändert haben. Zusammen eröffnen diese Beiträge neue Forschungsansätze in der Geschlechterpolitik, indem sie zeigen, wie die anfängliche Übertragung von Geschlechterunterschieden auf den Parteienwettbewerb dazu beitrug, die Entwicklung der späteren Parteipolitik zu bestimmen.