Erwartungsbildung und Wahlentscheidung

Projektleiter/innen Prof. Ph.D. Thomas Gschwend, Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Urban Pappi Mitarbeiter/innen Michael Herrmann DFG-gefördert 2005 – 2008

Forschungsfrage/Ziel:

Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, inwieweit es in Verhältniswahlsystemen zu strategischem Wählerverhalten kommt: der Wahlentscheidung bewusst nicht für die am meisten präferierte Partei, um mit der Entscheidung für eine weniger präferierte Partei das Endergebnis besser im Sinne der eigenen Interessen beeinflussen zu können. Ein Hauptmotiv dafür ist die Vermeidung einer Stimmvergeudung zugunsten einer Partei oder eines Kandidaten, dem aller Voraussicht nach der Einzug ins Parlament nicht gelingen wird (Thema 1). Diese Fragestellung wurde dann erweitert um das Thema (2) der Erwartungsbildung bezüglich des Wahlausgangs und der daran anschließenden Regierungsbildung und des Koalitionswählens (Thema 3).
Diese Fragestellungen wurden sowohl mit Hilfe von Experimenten als auch mit Wahlumfragen untersucht.

(1a) Umfragen in Deutschland zu den Bundestagswahlen 1998 und 2002 (Herrmann/Pappi 2008, Herrmann 2008a): Wir analysierten die volle Bandbreite der potentiell strategischen Situationen für die Erststimmenwahl in den Wahlkreisen. Wenn Wähler die Chance haben, das Kandidatenergebnis im Wahlkreis zu beeinflussen, kommt es zu strategischem Wählen. Allerdings ist die Häufigkeit mit etwa vier Prozent gering.
Um diese relativ geringe Häufigkeit zu erklären, griffen wir auf neuere Theorien über strategisches Wählen zurück, nach denen Unsicherheit über den wahren Rückhalt der Kandidaten im Wahlkreis strategisches Wählen reduziert, so dass Kandidaten ohne Aussicht auf den Wahlkreissieg doch Stimmen bekommen. In Übereinstimmung mit einem neuen Modell von Myatt und Fisher konnten wir für die Erststimmenwahl bei deutschen Bundestagswahlen zum ersten Mal nachweisen, dass strategische Wähler unter hoher Unsicherheit handeln. Eine wichtige Implikation dieses Befunds betrifft das in der Literatur für diesen Fall als gültig angenommene Duverger-Gesetz, wonach sich im Gleichgewicht auf Dauer nur zwei Parteien auf Wahlkreisebene behaupten werden.

(1b) Erstes Experiment (Meffert/Gschwend 2007b): Hier wurde ein innovativer Untersuchungsplan verwendet, der ein Laborexperiment mit Anleihen bei zeitgleich in der Region ablaufenden Wahlkämpfen verband, indem Wahlprognosen und Koalitionssignale in einem realistischen Umfeld manipuliert werden konnten. Die Ergebnisse zeigten, dass Wähler die Stimmvergeudung vermeiden, wenn der Einzug ihrer bevorzugten Partei ins Parlament unwahrscheinlich ist. Ein weiteres Ergebnis war der erstaunlich große Anreiz, der von Koalitionssignalen auf strategisches Wählen ausgeht, mit dem man die bevorzugte Koalition an die Regierung bringen will.

(2) Vorwahlumfragen in Belgien und Österreich (Huber et al. 2008, Meffert et al. under review): Während in die belgische Vorwahlumfrage nur einige wenige Fragen zur Erwartungsbildung aufgenommen wurden, war dies in der österreichischen Vorwahlumfrage ein Schwerpunktthema . Wir identifizierten verschiedene Einflüsse auf die Erwartungsbildung jenseits eines reinen Wunschdenkens, wie politisches Wissen und Interesse, rationale Überlegungen – so waren die Erwartungen von Befragten umso realitätsnäher, je geringer der Skalometerabstand zwischen erst- und zweitpräferierter Partei war – und regionaler Kontext - die Erwartungen in Regionen, deren Wahlergebnis wenig vom nationalen Durchschnitt abwich, waren realitätsnäher. Die empirische Evidenz bezüglich Koalitionserwartungen legt den Schluss nahe, dass die Wähler, wenigstens im Aggregat, eine ziemlich durchdachte Vorstellung über die Wahrscheinlichkeit verschiedener Koalitionen haben und dass sie dabei unterscheiden zwischen den erwartbaren Mehrheiten und den Einigungswahrscheinlichkeiten zwischen den Parteien. Gleichzeitig spielt natürlich Wunschdenken eine gewisse Rolle, vor allem im Hinblick auf spezielle Koalitionen, an denen die präferierte Partei oder eine total abgelehnte Partei beteiligt ist.

(3a) Zweites Experiment (Meffert/Gschwend 2008 under review): Strategisches Wählen in Mehrparteiensystemen mit Koalitionsregierungen ist keine einfache Entscheidung zwischen erst- und zweitpräferierter Partei, sondern kann die Wahl irgendeiner Partei nahelegen oder sogar strategisches Nichtwählen. Die Identifikation der optimalen Wahlentscheidung wird schnell zu einer Herausforderung. Für ein wirtschaftliches Experiment, bei dem die Versuchspersonen Geld gewinnen konnten und bei dem es um die anonymen Parteien A, B, C und D ging, wurde ein Modell für ein Spiel strategischen Wählens entwickelt, in dem die vier Parteien um die Stimmen von 15 Wählern in einem zweidimensionalen Policyraum kämpfen. Wahlprognosen und Koalitionssignale für jeweils 25 Wahlen wurden manipuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wähler häufig strategische Entscheidungen treffen, dass sie sich aber auch auf einfache Entscheidungsheuristiken verlassen und sehr anfällig für die Koalitionssignale der Parteien sind.

(3b) Österreichische Vorwahlstudie (Herrmann 2008b, Meffert/Gschwend 2007a, Pappi 2008): Die Umfragedaten zeigen, dass Koalitionswählen nicht in jedem Fall eine Aufgabe unüberwindlicher Komplexität ist, sondern innerhalb des realistisch Möglichen liegt: Wähler haben ziemlich durchdachte Vorstellungen über die Wahrscheinlichkeit verschiedener Koalitionen und etwa ein Drittel der Befragten stufte eine Koalition auf dem Sympathieskalometer höher ein als die am meisten präferierte Partei. Außerdem unterscheiden Wähler zwischen Erwartungen über die Parteistärken im Parlament und den Einigungswahrscheinlichkeiten bei Koalitionsverhandlungen. Diese Ergebnisse ermutigten uns, einen einfachen räumlichen Kalkül für Koalitionswählen zu postulieren: linke und rechte Wähler, die einen Sieg ihrer präferierten linken oder rechten Koalition für ganz unwahrscheinlich halten, wählen strategisch ein Partei der Mitte. Umgekehrt werden Wähler, die eine Chance für eine künftige Regierung ihrer bevorzugten linken oder rechten Koalition sehen, strategisch den jeweiligen extremeren Koalitionspartner wählen. Testet man diese Voraussagen gegen das Standardmodell des Nähewählens, kann der postulierte Kalkül des strategischen Koalitionswählens für Österreich bestätigt werden.


Publikationen

Monographie

  • Gschwend, Thomas (2004): Strategic Voting in Mixed-Electoral Systems. 2, 101. Reutlingen, SFG-Servicecenter Fachverlag. More

Buchkapitel

  • Klingemann, Hans-Dieter (Eds.) Gschwend, Thomas (2009): District Magnitude and the Comparative Study of Strategic Voting. 289-307. Oxford, Oxford University Press. More
  • Linhart, Eric, Susumu Shikano (Eds.) Meffert, Michael F., Thomas Gschwend (2009): Strategisches Wählen in Mehrparteiensystemen: ein Gruppenexperiment. 107-132. Baden-Baden, Nomos. More
  • Falter, Jürgen W., Oscar W. Gabriel, Bernhard Weßels (Eds.) Pappi, Franz Urban, Thomas Gschwend (2005): Partei- und Koalitionspräferenzen der Wähler bei den Bundestagswahlen 1998 und 2002. 284-305. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften. More

Zeitschriftenartikel

  • Herrmann, Michael, Franz Urban Pappi (2008): Strategic voting in German constituencies. Electoral Studies, 27, 2, 228-244. More
  • Lavine, Howard, Thomas Gschwend (2007): Issues, Parties and Character: The Moderating Role of Ideological Thinking on Candidate Evaluation. British Journal of Political Science, 37, 1, 139-163. More
  • Gschwend, Thomas (2007): Ticket-splitting and strategic voting under mixed electoral rules: Evidence from Germany. European Journal of Political Research, 46, 1, 1-23. More
  • Gschwend, Thomas, Henk van der Kolk (2006): Split Ticket Voting in Mixed Member Proportional Systems: The Hypothetical Case of The Netherlands. Acta Politica, 41, 2, 163-179. More
  • Pappi, Franz Urban, Alexander Herzog, Ralf Schmitt (2006): Koalitionssignale und die Kombination von Erst- und Zweitstimme bei den Bundestagswahlen 1953 bis 2005. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 37, 3, 493-513. More
  • Broscheid, Andreas, Thomas Gschwend (2005): Zur statistischen Analyse von Vollerhebungen. Politische Vierteljahresschrift, 46, 1, O-16 – O-26. More
  • Gschwend, Thomas, Ron Johnston, Charles Pattie (2003): Split-Ticket Patterns in Mixed-Member Proportional Election Systems: Estimates and Analyses of their Spatial Variation at the German Federal Election, 1998. British Journal of Political Science, 33, 109-127. More
  • Gschwend, Thomas (2003): Iterative EI-Schätzungen und das interne Konsistenzproblem. Wirtschaft und Statistik, 3, 262-267. More
  • Pappi, Franz Urban, Paul W. Thurner (2002): Electoral Behavior in a Two-Vote-System: Incentives for Ticket Splitting in German Bundestag Elections. European Journal of Political Research, 41, 207-232. More

Präsentationen

  • Meffert, Michael F., Thomas Gschwend (2009): Polls, Coalition Signals, and Strategic Voting: An Experimental Investigation of Perceptions and Effects.. [8. Politicologenetmaal der Niederländisch-Flämischen Politikwissenschaftler, Berg en Dal, 28/05/2009 - 29/05/2009]. More
  • Herrmann, Michael (2008): Estimating Uncertainty in Strategic Voting. [Annual Meeting of the European Public Choice Society, Jena, 26/03/2008 - 29/03/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2008): Strategic Coalition Voting: Evidence from Austria. [Annual Meeting of the American Political Science Association (APSA), Boston, Mass., 27/08/2008 - 30/08/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert, Sascha Huber, Franz Urban Pappi (2008): More than Wishful Thinking: Causes and Consequences of Voter's Expectations about Election Outcomes. [International Communication Association, Annual Meeting, Montréal, 21/05/2008 - 25/05/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2008): Polls, Coalition Signals, and Strategic Voting: An Experimental Investigation of Perceptions and Effects. [AK Wahlen, Annual Meeting, Duisburg, 14/05/2008 - 15/05/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2008): Strategic Voting under Proportional Representation and Coalition governments: A Laboratory Experiment. [International Society for Political Psychology, Annual Meeting, Paris, 08/07/2008 - 11/07/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2008): Strategisches Wahlverhalten in Mehrparteiensystemen: Ein Gruppenexperiment. [AK Handlungs- und Entscheidungstheorie, DVPW, Annual Meeting, Mainz, 26/06/2008 - 26/06/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2008): Voting for Coalitions? The Role of Coalition Preferences. [Annual Meeting of the Midwest Political Science Association, Chicago, 02/04/2008 - 05/04/2008]. More
  • Gschwend, Thomas (2008): Kausale Inferenz mit Koalitionssignalen. [Gastvorlesung, Universität Zürich, 21/09/2008 - 21/09/2008]. More
  • Gschwend, Thomas (2008): X-zentriert statt x-beliebig: Zur Bedeutung von Randomisierung für Kausalanalysen der Politik- und Verwaltungsforschung. [Gastvorlesung, Universität Konstanz, 13/11/2008 - 13/11/2008]. More
  • Gschwend, Thomas (2008): Strategisches Wählerverhalten und Wahlsystem. [Gastvorlesung, Universität Bamberg, 27/11/2008 - 27/11/2008]. More
  • Gschwend, Thomas (2008): Koalitionssignale und Wahlverhalten. [Gastvorlesung, Universität Oldenburg, 10/07/2008 - 10/07/2008]. More
  • Gschwend, Thomas (2008): Kausale Effekte von Koalitionssignalen? Experimentelle Evidenz. [Gastvorlesung, Universität Bern, 16/10/2008 - 16/10/2008]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2007): Strategic Voting under Proportional Representation & Coalition Governments: A Simulation and Laboratory Experiment . [Forschungskolloquium, Lambrecht/Pfalz, 19/07/2007 - 20/07/2007]. More
  • Gschwend, Thomas (2007): Goldoni Goes Comparative: Institutional Incentives and Vote Choice. [Vortrag im Rahmen des Berufungsverfahrens für einen Lehrstuhl für Politikwissenschaft (professeur ordinaire) an der Université de Genève, Genf, 07/03/2007 - 07/03/2007]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2007): Strategic Voting under Proportional Representation and Coalition Governments: A Case for Experimental Triangulation. [International Conference on Experimental Methods in Political Science, Brüssel, 13/12/2007 - 13/12/2007]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael F. Meffert (2007): Voting for Coalitions? The Role of Coalition Preferences and Expectations in Voting Behavior. [Voters, Coalitions, and Democratic Accountability, Workshop, Exeter, 04/10/2007 - 05/10/2007]. More
  • Gschwend, Thomas (2006): Pre-electoral Identifiability of potential Governments: Measurement and Consequences . [Political and Social Sciences Research Forum, University Pompeu Fabra, Barcelona, 21/02/2006 - 21/02/2006]. More
  • Gschwend, Thomas (2006): Identifiability of Coalitions, District Magnitude and Strategic Voting. [Annual Meeting of the Midwest Political Science Association, Chicago, 19/04/2006 - 22/04/2006]. More
  • Gschwend, Thomas (2006): District Magnitude and the Comparative Study of Strategic Voting. [Annual Meeting of the American Political Science Association, Philadelphia, 30/08/2006 - 02/09/2006]. More
  • Gschwend, Thomas (2006): Comparative Politics of Strategic Voting: A Hierarchy of Electoral Systems. [Contextual Effects in Electoral Research, Florenz, 29/11/2006 - 30/11/2006]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Comparative Politics of Strategic Voting: A Hierarchy of Electoral Systems. [Annual National Conference of the Midwest Political Science Association, Chicago, IL, 06/04/2005 - 09/04/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Electoral Studies - Editorial Board Meeting. [Annual Meeting of the American Political Science Association, Washigton, DC, 30/08/2005 - 03/09/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Institutional Incentives for Strategic Voting: The Case of Portugal. [Electoral Behaviour and Political Attitudes: Portugal in the European Context Project, Lisbon, 26/01/2005 - 27/01/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Strategic Voting in Belgium. [Annual Politicologenetmaal, the 4th Dutch-Belgium Political Science Conference, Antwerp, 18/05/2005 - 19/05/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Ökologische Inferenz. [Autorenkonferenz 'Methoden der Politikwissenschaft', Mannheim, 17/02/2005 - 18/02/2005]. More
  • Gschwend, Thomas, Henk van der Kolk (2005): Split ticket voting in Mixed Member Proportional Systems: The case of The Netherlands. [Expert Meeting 'Changing the Electoral System. The Case of the Netherlands', Amsterdam, 13/09/2005 - 14/09/2005]. More
  • Gschwend, Thomas, Marc Hooghe (2005): Should I Stay or Should I Go? Voter Reactions to Pre-Electoral Coalitions. Results from an Experimental Study in Belgium. [Annual Politicologenetmaal, the 4th Dutch-Belgium Political Science Conference, Antwerp, 17/05/2005 - 18/05/2005]. More
  • Gschwend, Thomas, Martin Elff (2005): EMax - Die Ergänzung der ökologischen Inferenz durch Survey-Daten. [Frühjahrstagung der Ad-Hoc-Gruppe 'Empirische Methoden der Politikwissenschaft' der DVPW, Hagen, 19/05/2005 - 20/05/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2005): Comparative Politics of Strategic Voting: A Hierarchy of Electoral Systems. [Annual Meeting of the American Political Science Association, Washington, DC, 30/08/2005 - 03/09/2005]. More
  • Gschwend, Thomas (2004): Electoral Institutions and Electoral Behavior: Results of a Natural Experiment. . [Gastvortrag, University of Leiden, 11/05/2004 - 12/05/2004]. More
  • Gschwend, Thomas (2004): Wählen und Wahlsystem: Ergebnisse eines natürlichen Experiments des deutschen Mischwahlsystems. [Gastvortrag im Rahmen des Berufungsverfahren zur Besetzung des Lehrstuhls "Methoden der Politikwissenschaft", Universität Zürich, 03/02/2004 - 03/02/2004]. More
  • Gschwend, Thomas (2004): Political institutions: The impact of constitutions and election laws on the formation of political parties and party systems in the accession countries of the European Union.. [Gastvorlesung, Institut d’Études Politiques de Paris, Sciences Po, Dijon Campus, 05/04/2004 - 06/04/2004]. More
  • Gschwend, Thomas, Michael Stoiber, Mareen Günther (2004): Strategic Voting in Proportional Systems: The Case of Finland. [Annual Meeting of the Midwest Political Science Association, Chicago, IL, 14/04/2004 - 17/04/2004]. More
  • Gschwend, Thomas (2003): Comparative Politics of Strategic Voting: A Hierarchy of Electoral Systems. [Annual Meeting of the American Political Science Association, Philadelphia, PA., 27/08/2003 - 01/09/2003]. More

Berichte

  • Gschwend, Thomas (2005): Ticket-Splitting and Strategic Voting under Mixed Electoral Rules: Evidence from Germany. 05-06. Mannheim . More
  • Gschwend, Thomas (2004): Comparative Politics of Strategic Voting: A Hierarchy of Electoral Systems. 04-41. Mannheim . More
  • Johnston, Ron, Thomas Gschwend, Charles Pattie (2004): On Estimates of Split-Ticket Voting: EI and EMax. 04-40. Mannheim . More

MZES Working Papers

  • Gschwend, Thomas (2003): Ticket-Splitting and Strategic Voting in Mixed Electoral Systems. 61, Mannheim, MZES. More
  • Thurner, Paul W., Franz Urban Pappi (1998): Measuring and Explaining Strategic Voting in the German Electoral System. 21, Mannheim, MZES. More