Die späte Karrierephase von Frauen in Europa und den USA – Erwerbschancen und Übergänge zwischen Familie, Arbeit und Rente
Forschungsfrage/Ziel:
Das Projekt untersuchte den Zusammenhang zwischen Arbeitsmarktsequenzen und Übergängen zwischen Arbeit, Familienbetreuung und Ruhestand von Frauen in der späten Karrierephase im internationalen Vergleich. In den letzten Jahrzehnten ist in fast allen industrialisierten Gesellschaften ein starker Anstieg der Beschäftigungsquoten älterer Frauen zu beobachten. Die Forschung zu Lebensläufen von Frauen konzentriert sich jedoch hauptsächlich auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Lebensmitte, während detaillierte Analysen über die späten Karrieren von Frauen und entsprechende geschlechtsspezifische Unterschiede selten sind. Das Projekt griff diese Forschungslücke auf und untersuchte das Zusammenspiel von individuellen, Paar-/Familien-, Arbeitsplatz- und institutionellen Faktoren in den späten Karrieren von Frauen. Thematisch war das Projekt in drei Teilprojekte unterteilt. Unter Verwendung internationaler Paneldaten (SHARE/SHARELIFE, SOEP) untersuchte das erste Teilprojekt aus einer hauptsächlich vergleichenden Perspektive die prägende Rolle von Lebensverlaufsregimen, die mit der Pflege verbundenen Nachteile für die Erwerbskarriere und das Ruhestandseinkommen von Frauen, die gemeinsame Akkumulation von Armutsrisiken durch Paare im Lebensverlauf sowie den Zusammenhang von Fertilität im Lebensverlauf und Gesundheit im späteren Leben. Das zweite Teilprojekt konzentrierte sich auf die Verknüpfung von Lebensläufen von Paaren und die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bei den Renteneinkommen in Deutschland und wurde vom Forschungsnetzwerk Renten (FNA) finanziert. Durch die Verknüpfung von administrativen Längsschnittdaten und Umfragedaten (SHARE-RV) konnten wir Mechanismen aufdecken, die dem geschlechtsspezifischen Charakter von Paarkarrieren und deren Auswirkungen auf die Ungleichheit im späteren Leben innerhalb und zwischen Haushalten zugrunde liegen. Ein Folgeprojekt, das die Anhäufung von Rentenansprüchen und Vermögen über den Lebensverlauf hinweg untersucht, wurde vom Forschungsnetzwerk für Renten (FNA) für 2022 bewilligt. In einem dritten Teilprojekt haben wir in Zusammenarbeit mit Forschenden des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit Daten des Deutschen Internetpanels (GIP) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) das Wohlbefinden von Pflegenden während der Corona-Pandemie untersucht.
Publikationen
Zeitschriftenartikel
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(2022): Assessing dissimilarity of employment history information from survey and administrative data using sequence analysis techniques. Quality & Quantity, 56, 4747–4774. More
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(2020): Lebensläufe und Alterseinkommen von Frauen nach Familienstand – Ergebnisse aus SHARE-RV. Deutsche Rentenversicherung, 75, 2, 198-210. More
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(2019): A life course perspective on working after retirement: What role does the work history play?. Advances in Life Course Research, 39, March, 23-33. More
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(2018): Is there a motherhood penalty in retirement income in Europe? The role of lifecourse and institutional characteristics. Ageing and Society, 38, 12, 2560-2589. More
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(2018): Parenthood and later life health: an international life course analysis of parents and childless adults aged 50 and over. Swiss Journal of Sociology, 44, 2, 327-356. More
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(2018): Ausgleich oder Verschärfung von Einkommensrisiken? Lebensläufe und Alterseinkommen in Deutschland aus der Paarperspektive. Zeitschrift für Sozialreform, 64, 4, 463-493. More
Präsentationen
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(2018): Lebenslauf und Alterseinkommen im Paar- und Haushaltskontext, Keynote at the Science Lab. [Science Lab: Erwerbsteilhabe im Alter - neue Forschungsergebnisse, Düsseldorf, 17/07/2018 - 19/07/2018]. More
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(2018): Organisation of the Stream “Reforming pension systems – employment, retirement and wellbeing in later life". [16th Annual ESPAnet Conference, Vilnius, 29/08/2018 - 31/08/2018]. More
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(2018): The Role of Life Course and Institutional Characteristics for Women’s Old Age Financial Well-Being in Europe - Keynote. [ETK Conference "Gender Inequalities in Employment and Pensions", Helsinki, 17/05/2018 - 17/05/2018]. More
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(2018): The long shadow? Investigating links between within couple bargaining across the life course and women's old-age incomes in Germany. [16th Annual ESPAnet Conference, Vilnius, 29/08/2018 - 31/08/2018]. More
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(2018): The Interplay of Spouses' Work Trajectories over the Life Course and Gender Differences in Pension Wealth in Germany. [Workshop - Inequality within Couples: On the Origin and Relevance of the Intra-household Distribution of Economic Resources, Humboldt University Berlin, 30/09/2018 - 01/10/2018]. More
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(2017): Lebenslauf und Alterseinkommen von Frauen im Paar- und Haushaltskontext in Deutschland. [Workshop Lebensformen, Erwerbsverläufe und die Alterssicherung von Frauen, Hertie School of Governance, Berlin, 06/12/2017 - 07/12/2017]. More
MZES Working Papers
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(2017): Contextual Determinants of Citizens’ Support for Gender Equality in Leadership Positions across Europe. 169, 26. Mannheim, MZES. More
Web-Artikel
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(2017): Familienlastenausgleich im Lebensverlauf: Elterngeld und Mütterrente im europäischen Vergleich. 2017, Bundeszentrale für Politische Bildung. More