Die Innenseite von Integration und Akkulturation – Die Lebenszufriedenheit von Migranten in Europa
Forschungsfrage/Ziel:
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Integrationsoutcomes von Einwanderern aus einer subjektiven Perspektive zu untersuchen. Es konzentriert sich auf die Lebenszufriedenheit von Migranten und vertieft das wissenschaftliche Verständnis darüber, wie Migranten ihre Lebenssituationen nach der Migration bewerten und beurteilen. Hierzu greifen wir im Projekt auf drei Schritte zurück, um die Faktoren der Lebenszufriedenheit von Migranten zu untersuchen.
Auf der Makroebene werden sozioökonomische, politische und soziokulturelle Merkmale in den Aufnahme- und Herkunftsländern untersucht. Eine vergleichende Untersuchung von 18 europäischen Ländern ergab, dass die unterschiedliche Lebenszufriedenheit der Zuwanderer von der Einstellung der Einheimischen ihnen gegenüber, der Verfügbarkeit öffentlicher Güter und dem Ausmaß der wirtschaftlichen Ungleichheit in den Aufnahmeländern abhängt. Eine Folgestudie, die auf demselben Datensatz basiert, zeigt weiter, dass Zuwanderer institutionelle Merkmale zwischen Aufnahmeland und Herkunftsland vergleichen. Unter anderem ist die Zufriedenheit mit der Wirtschaft des Landes der stärkste Prädikator für ihre Lebenszufriedenheit. Dies gilt insbesondere bei Zuwanderern mit vorwiegend wirtschaftlichen Migrationsmotiven, z. B. aus der Türkei sowie aus Ost- und Südeuropa.
Auf der Mezzo-Ebene überprüft das Projektteam die weithin angenommenen nachteiligen Auswirkungen einer Zunahme der Zuwandererbevölkerung mit nichtchristlichem Hintergrund auf die Lebenszufriedenheit, indem es sich auf die religiöse Zusammensetzung in den einzelnen Kommunalbehörden in Großbritannien konzentriert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zunahme der muslimischen Bevölkerung sich nur auf die Lebenszufriedenheit nichtreligiöser, überwiegend weißer Briten negativ auswirkt.
Auf individueller Ebene werden die gegenwärtigen Lebenssituationen im Vergleich zu den Erfahrungen in der Vergangenheit sowie zu anderen Personen(gruppen) bewertet. Das Projektteam untersucht, inwieweit die Lebenszufriedenheit von Zuwanderern mit der Wahrnehmung ihres eigenen Einkommensstatus im Vergleich zu verschiedenen Zielgruppen variiert. Hierzu werden der Mainstream sowie die co-ethnische Gruppe im Aufnahmeland bis hin zur Bevölkerung im Heimatland als Zielgruppen einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass die sich daraus ergebende unterschiedliche Lebenszufriedenheit der Zuwanderer mit dem unterschiedlichen Ausmaß ihrer Integration über Generationen hinweg korreliert.
Publikationen
Zeitschriftenartikel
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(2021): Fare Differently, Feel Differently: Mental Well-Being of UK-Born and Foreign-Born Working Men during the COVID-19 Pandemic. European Societies , 23, suppl. 1, S370-S383. More
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(2020): Does the religious context matter? The causal effect of religious diversity on individual life satisfaction in the UK. Journal of Ethnic and Migration Studies, 46, 17, 3722-3743. More
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(2018): What Makes a Satisfied Immigrant? Host-Country Characteristics and Immigrants’ Life Satisfaction in Eighteen European Countries. Journal of Happiness Studies, 19, 6, 1783–1809. More
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(2014): Hohes subjektives Wohlbefinden von Migranten in Dänemark und der Schweiz: Ein Ländervergleich auf Basis des ESS. Informationsdienst Soziale Indikatoren (ISI), 52, 6-10. More
Präsentationen
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(2018): Gains and Losses in Life Satisfaction of UK Society Following Brexit: A Triple-Difference Approach. [ECSR Annual Conference, Paris, 28/10/2018 - 30/10/2018]. More
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(2018): Does contextual exposure matter? Examining the causal effect of religious diversity on life satisfaction in the UK, 2009-2016. [XIX ISA World Congress of Sociology, Toronto, 14/07/2018 - 20/07/2018]. More
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(2017): Immigrant life situation through the lenses of sending and receiving societies. [RC28 Spring Meeting 2017, Köln, 29/03/2017 - 31/03/2017]. More