Die Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft in der Europäischen Handelspolitik: Die Europäische Kommission und der Dialog mit der Zivilgesellschaft

Projektleiter/innen Dr. Dirk De Bièvre, Dr. Andreas Dür EU (CONNEX)-gefördert 2005 – 2007

Forschungsfrage/Ziel:

In den letzten Jahren sind Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich mit solchen Themen wie der Entwicklung, den Menschenrechten und dem Umweltschutz beschäftigen, zunehmend politisch aktiv geworden. Unsere Forschungsfrage lautete, ob diese vor kurzem mobilisierten Gruppen die Handelspolitik der EU beeinflussen können. Unserer Argumentation zufolge sollte das nicht der Fall sein. Gruppen, für die Handelspolitik nur diffuse Kosten und Nutzen hat, sollten es schwierig finden, kollektive Handlungsprobleme zu überkommen und Ressourcen zu mobilisieren, mit denen sie die Wiederwahlchancen von politischen Akteuren entweder verringern oder verbessern können. Eine Umfrage mit NGOs und Wirtschaftsverbänden, sowie zwei detaillierte Fallstudien zu den Verhandlungen über die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP Staaten und den Schutz von intellektuellen Eigentumsrechten auf Arzneimittel in Entwicklungsländern, unterstützen unsere Argumentation. Die Analzse zeigt, dass obwohl NGOs Zugang zu Entscheidungsträgern gewonnen haben, es ihnen weitgehend misslungen ist, die Handelspolitik der EU zu beeinflussen.


Publikationen

Zeitschriftenartikel

  • Dür, Andreas, Dirk De Bièvre (2007): Inclusion without Influence? NGOs in European Trade Policy. Journal of Public Policy, 27, 1, 79-101. More
  • Dür, Andreas, Dirk De Bièvre (2007): The Question of Interest Group Influence. Journal of Public Policy, 27, 1, 1-12. More

Präsentationen

  • De Bièvre, Dirk, Andreas Dür (2006): Inclusion without Influence? Civil Society Involvement in European Trade Policy and Introduction: Interest Group Influence in European Policy Making. [Workshop on the influence of interest groups in European Policy Making, Vienna, 08/06/2006 - 08/06/2006]. More